Riesenzulauf zu den beiden Velberter Gesamtschulen, auch in der Oberstufe

Mehr als zwei Drittel aller Grundschuleltern wählen die Gesamtschule

467 Kinder wurden zu den beiden Velberter Gesamtschulen angemeldet. Im 4. Schuljahr befinden sich 704 Velberter Schülerinnen und Schüler. Wenn die Zahl der auspendelnden Schüler/innen mit bis zu 15% der Grundschüler so hoch bleibt, wie in den letzten Jahren, haben sich damit über 70% der Eltern von etwa 600 in Velbert anmeldenden Grundschulkindern im 4. Schuljahr für das gemeinsame Lernen an Gesamtschulen entschieden.

337 Kinder wurden zur Gesamtschule Velbert Mitte, 130 zur Christlichen Gesamtschule Bleibergquelle angemeldet. Das große Problem: Es gibt nur 230 Plätze, so dass mehr Ablehnungen als Aufnahmen erfolgen werden.

Schulleiter Gerd Schäfers bedauert diesen seit über 20 Jahren herrschenden Zustand sehr und wünscht sich von den Politikern vor Ort, dass sie den Wunsch der Eltern nach einer gemeinsamen Schule für ihre Kinder endlich respektieren und den Mut finden, die notwendigen Entscheidungen zu treffen. „Es wird Zeit, eine Schule der Zukunft zu bauen, Gesamtschulen sind Schulen der Zukunft,“ so Schäfers.

Für die gymnasiale Oberstufe der Gesamtschule Velbert-Mitte haben sich neben 85 Gesamtschüler/innen 103 von anderen Schulen angemeldet, überwiegend. von Realschulen aus Velbert, Wülfrath und Heiligenhaus. Die Kapazität der Gesamtschule ist auf maximal 120 Lernende in der Klasse 11 beschränkt, so dass es auch hier zu Ablehnungen kommen muss. Dies ist besonders problematisch, denn diese jungen Leute stehen kurz vor dem möglichen Abitur oder der Fachhochschulreife und haben nur deshalb keine Chance, weil nicht genug Räumlichkeiten an der Poststraße zur Verfügung stehen. Schulleiter Gerd Schäfers dazu: „Wir haben in Deutschland einen großen Bedarf an qualifizierten Fachkräften und können uns gar nicht erlauben, Bildungsreserven brach liegen zu lassen. Die Gesamtschule kümmert sich erfolgreich darum, diese Reserven zu fördern. 70% der Gesamtschulabiturienten hatten nach der Grundschule keine Empfehlung für den Besuch eines Gymnasiums. Obwohl ihre Lehrer es ihnen nicht zugetraut haben, haben sie das Abitur geschafft! Hätten wir mehr Räume, könnten wir mehr Schüler zu höheren Abschlüssen führen.“